Podiumsdiskussion:
Seit 1994 darf laut Grundgesetz niemand mehr in Deutschland auf
Grund seiner Behinderung benachteiligt werden. 2001 trat das SGB
IX in Kraft, in dem Selbstbestimmung und Teilhabe behinderter Menschen
erstmals Gesetzesform annahmen.
Diese und andere Gesetze zeigen in die gleiche Richtung und stellen
zumindest auf gesetzlicher Ebene einen Paradigmenwechsel in der deutschen
Behindertenpolitik dar:
Weg von Fürsorge und Betreuung hin zu Selbstbestimmung
und Teilhabe.
Doch wie sieht die Realität behinderter Menschen in Heimen
aus?
Wenn man sich die existenziellen Lebensbedürfnisse ansieht,
nämlich wo, wie und mit wem man leben möchte und kann,
dann sind wir seit 1994 nicht sehr viel weitergekommen. Immer noch
leben in Deutschland über 160.000 Menschen in Sondereinrichtungen
mit weitreichenden Einschränkungen ihrer Grundrechte. Die meisten
könnten ambulant versorgt werden und selbstbestimmt in den
eigenen vier Wänden leben.
„Hephata“ in Mönchengladbach hat gezeigt, dass
der Übergang von Großeinrichtungen zu kleinen Wohngruppen
und ambulanten Hilfeangeboten in der eigenen Wohnung längst überfällig
und möglich ist.
Deshalb sagen wir:
Lieber daheim als im Heim!
Neue Wege behinderter Menschen
Einführungsreferat:
„Herr in den eigenen vier Wänden“
Jürgen Peters
Moderation:
Dr. Harald Ebert, Leiter der Don-Bosco-Berufsschule, Würzburg
Podium:
Jürgen Peters, Leiter der evangelischen
Beratungsstelle, Düsseldorf
Elke Bartz, ForseA e.V.
Cornelia Klett, St.-Josefs-Stift gGmbH,
Eisingen
Matthias Rösch, Ministerium für Arbeit, Soziales, Familie
und Gesundheit, Rheinland-Pfalz
Prof. Dr. Christian Lindmeier, Universität Koblenz-Landau,
Campus Landau
Eine Veranstaltung im Rahmen der
ForseA-Kampagne:
„Marsch
aus den Institutionen. Reißt die Mauern nieder!“
Mail: info@wuesl.de
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