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[12.07.04]
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Pressemitteilung zur Auslobung des Würzburger Architekturpreises
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Petrini-Preis wird barrierefrei!
Die diesjährige Auslobung des Würzburger Petrini-Preises
erfolgte unter einem neuen Vorzeichen, und zwar dem der Barrierefreiheit.
Bisher war Barrierefreiheit kein zu prüfendes Kriterium. Demzufolge
vergab das Schiedsgericht Preise an Bauten, die für behinderte
Menschen nicht oder nur unzureichend zugänglich und nutzbar
sind. Im Dezember des vergangenen Jahres hat der Stadtrat einen
Beschluss gefasst, der das ändert. Damit verfolgt die Stadt
Würzburg den Weg weiter, der in den "Würzburger
Richtlinien" begonnen
wurde, nämlich den einer vorbildhaften Selbstverpflichtung
mit der beabsichtigten Ausstrahlungswirkung auf das Bauen schlechthin.
Im Sinne der Selbstbestimmung und Teilhabe aller Menschen ist Barrierefreiheit
das Qualitätskriterium, egal ob bei Wohn- Geschäfts- oder
Staatsbauten. Das im letzten Jahr verabschiedete Bayerische Gleichstellungsgesetz
(BayGG) sieht das ganz ähnlich, denn praktisch alle Neubauten müssen
demzufolge barrierefrei sein, also auch kleine Büros, Läden
oder Restaurants. Schwierigkeiten gibt es jedoch noch bei der Umsetzung,
da die Ausführenden, also Bauherren und Architekten, die neue Gesetzeslage
häufig nicht beachten und eine Genehmigung für viele Bauten
in Bayern nicht mehr notwendig ist.
Hier kann der Petrini-Preis einen wichtigen Beitrag leisten, denn
gesetzeswidrige Bauten darf der Würzburger Architekturpreis keinesfalls
prämieren. WüSL erhofft sich einen Lerneffekt insbesondere
bei Architekten und freut sich auf barrierefreie Petrini-Preise.
WüSL - Selbestimmt Leben Würzburg e.V.,
info@wuesl.de |
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