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  01.02.2001: Podiumsdiskussion

Persönliche Assistenz - Politik in der Verantwortung:
Aussonderung behinderter Menschen oder Leben in Gleichberechtigung?"

Hintergrund:

Viele AssistenznehmerInnen im ganzen Bundesgebiet haben erhebliche Probleme, ihre Assistenz zu finanzieren. Ein wichtiger Grund hierfür ist der § 3a BSHG, nach dem ambulante Hilfen nur gewährt werden, wenn keine "unverhältnismäßigen Mehrkosten" entstehen. Auch in Würzburg sind drei RollstuhlfahrerInnen, die seit Jahren mit 24-Stunden-Assistenz selbstbestimmt und in der eigenen Wohnung leben, aufgrund der aktuellen Kontingentierung der Zivildienststellen und der daraus entstehenden Kostensteigerung der Assistenzleistungen von Heimeinweisung bzw. Unterversorgung bedroht.

Angesichts einer sich immer deutlicher abzeichnenden Entsolidarisierung der Gesellschaft und der ausschließlich auf ökonomischer Grundlage geführten Diskussion - welche die systematische Diskriminierung für die Betroffenen, die Entziehung ihrer Grundrechte bis hin zur Aussonderung aus der Gesellschaft in die Anstalten zur fatalen Folge hat - war es an der Zeit, die Debatte erneut und mit anderer Schwerpunktsetzung, z.B. unter dem Aspekt der Arbeitsplatzschaffung, zu führen.

Bild: PodiumsteilnehmerInnen Da diese Problematik nur gemeinsam und auf allen politischen Ebenen gelöst werden kann, luden wir zu unserer Podiumsdiskussion Verantwortliche der Bundes-, Landes- und Kommunalebene.

Doch leider wurden auch wir nicht von der BSE-Krise verschont:
trotz freundlicher Zusage von Fr. Barbara Stamm, damals bayerische Gesundheits- und Sozialministerin, blieb sie aufgrund ihres kurzfristigen Rücktritts von diesem Amt unserer Veranstaltung fern.
Auch der Oberbürgermeister der Stadt Würzburg war auf das Podium geladen. Seine kurzfristige Absage verhinderte die sachliche Auseinandersetzung mit einem kommunalen Vertreter.

Auf dem Podium:

  • Christine Scheel, MdB Bündnis 90/die Grünen, Vorsitzende des Finanzausschusses im Bundestag
  • Angelika Huck, Regierungsdirektorin im Ministerium für Arbeit und Sozialordnung
  • Horst Frehe, Richter am Sozialgericht Bremen, Einführungsreferat
  • Elke Bartz, Forum für selbstbestimmte Assistenz behinderter Menschen, ForseA e.V.
  • Barbara Windbergs, WüSL - Selbstbestimmt Leben Würzburg e.V.
  • Dr. Harald Ebert, Dipl. Päd., Gesprächsleitung


 Einführungsreferat, Horst Frehe
   "Persönliche Assistenz - Politik in der Verantwortung:
   Aussonderung behinderter Menschen oder Leben in Gleichberechtigung?"

 14 Thesen zur persönlichen Assistenz, Horst Frehe


Tour für Menschenwürde in der Pflege

Diese Veranstaltung war auch Auftakt der "Tour für Menschenwürde in der Pflege", die das Forum für selbstbestimmte Assistenz deutschlandweit durchführte.
Eine Dokumentation unserer Podiumsdiskussion und weitere Infos finden Sie den Seiten zur Tour.


  Weiterführende Links

 "Behinderte on Tour" für Menschenwürde in der Pflege

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Stand: 10.06.2007

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